Smart Home

Im Smart Home erhalten (angehende) Lehrkräfte die Möglichkeit, Gestaltungsfragen der digitalen Vernetzung des privaten Lebensumfelds und der einhergehenden Überwachbarkeit der Bewohner zu verstehen, zu reflektieren und Konzepte zur aktiven und ethisch verantwortlichen Gestaltung zu entwickeln. Auch Elemente der Telemedizin, des betreuten Wohnens sowie der privatwirtschaftlichen Haushaltung finden hier Berücksichtigung. Dieser Space bietet besonders Möglichkeiten berufsübergreifender Kooperationssituationen, die durch die Digitalisierung von sozialen Handlungsfeldern entstehen.
Das Smart Home bietet optimale Vorraussetzungen zur Simulation digitaler Steuerung und Begleitung im Haushalt insbesondere von pflege- oder unterstützungsbedürftiger Menschen. Typische Elemente eines Smart Home, die auch dieses Szenario bietet, sind:
  • Thermostate, die automatisch auf Fensteröffnung und Raumtemperatur reagieren
  • Sprachsteuerung zur Erleichterung autonomen Lebens im Alter
  • Wearable Technology zur Erfassung von Vitalparametern und zur Unterstützung gesunder Lebensführung
  • Smarter Fussboden zur Sturzerkennung
  • Smarte hauswirtschaftliche Technologie
Diese Elemente werden mit Open Source Software realisiert, um die Hoheit über personenbezogene Daten zu behalten und damit auch eine Reflexion ethischer Aspekte der digitalen Vernetzung des Privaten anzustoßen.
Die Vernetzung des Smart Home mit anderen Räumen des TUM-DigiLLabs erlaubt die Darstellung digitaler Vernetzung über physische Grenzen hinweg. Mögliche Szenarien sind hier die Telemedizin in Verbindung mit dem Gesundheit 4.0-Space oder die Bestellung personalisierter Produkte über den Industrie 4.0-Space.

Ausstattung

Das Smart Home bietet eine aufs Wesentliche beschränkte Wohnumgebung: Türen und Fenster sind als Rahmen aufgestellt, um die zugehörigen Aktoren und Sensoren anzubringen; Heizung und Herd sind auf Thermostat und LED-beleuchtete (nicht erhitzende) Kochplatten reduziert. So ist die Betriebssicherheit gewährleistet, ohne dass für Lehr-Lernprozesse ein Nachteil entstehen würde.

Mobiliar

- Türrahmen
- Fensterrahmen
- Regal
- Lampe
- Sitzgelegenheiten
- Sensorboden (SensFloor®)

Digitale Hard- und Software

- Aktoren: Thermostat, Fensteröffner, Türöffner, Funksteckdosen
- Sensoren im Raum: Helligkeit, Temperatur, Luftgüte, UV, Fensteröffnung
- Sensoren im Fitness-Armband (Wearable Technology): Erschütterung, Puls und Blutsauerstoff
Geteilt mit den anderen Spaces:
- Interaktives Whiteboard (Microsoft Surface Hub)
- Workstation
- umfangreiche Medientechnik für Aufnahme und Stream aller Lehr-Lern-Szenarien