Die Infrastruktur des DigiLLab

Eine wesentliche Funktion des Digitalen Lehr-Lern-Labors (TUM-DigiLLab) ist die Sichtbarmachung digitaler Transformation in Alltag, Beruf und Unterricht. Dazu bietet das TUM-DigiLLab verschiedene Räume (Spaces). Die Spaces dienen zum einen der Ausbildung der Studierenden und Lehrkräfte, zum anderen werden dort Konzepte für das Lehren und Lernen neu entwickelt, erprobt und erforscht. Die fünf Spaces decken jeweils ein eigenes Themenfeld ab, sind aber untereinander verknüpft, um auch die Vernetzung im Zuge der digitalen Transformation erfahrbar zu machen.
Im Industrie 4.0-Space erhalten (angehende) Lehrkräfte die Möglichkeit, zu lernen, wie Industrieanlagen mittels datengestützter Prozesse aus technischer und kaufmännischer Sicht sowie in berufsübergreifenden Prozessen optimiert werden können. Es werden auch mögliche Auswirkungen von Industrie 4.0 auf humane Prozesse wie die Mitarbeitermitbestimmung beleuchtet. Elemente wie Systemintegration, additive Fertigung, kollaborative Robotik, Sensorik und Künstliche Intelligenz kommen in diesem Space zum Einsatz.
Im Gesundheit 4.0-Space haben Lernende die Möglichkeit, Veränderungen durch digital vernetzte Technologien auf die Versorgung von Patienten sowie auf das Personal zu verstehen und Konzepte für die aktive und ethisch verantwortliche Gestaltung zu entwickeln. Beispiele für digital vernetzte Technologien sind hier die digitale Patientendokumentation/-akte oder digitale Patientenüberwachung mittels vernetzter Sensorik. Auch die Patientenverpflegung wird hier mit einbezogen.
Im Smart Home erhalten (angehende) Lehrkräfte die Möglichkeit, Gestaltungsfragen der digitalen Vernetzung des privaten Lebensumfelds und der einhergehenden Überwachbarkeit der Bewohner zu verstehen, zu reflektieren und Konzepte zur aktiven und ethisch verantwortlichen Gestaltung zu entwickeln. Auch Elemente der Telemedizin, des betreuten Wohnens sowie der privatwirtschaftlichen Haushaltung finden hier Berücksichtigung.
Im Baker Space sollen Lehramtsstudierende und Lehrkräfte erfahren, wie durch digitale Technologien Prozesse in Lebensmittelhandwerk, Service/Gastronomie und Verkauf gestaltet werden können. Dabei werden kulturell-menschliche, technologiebezogene und rechtliche Faktoren der digitalen Transformation in diesem Bereich berücksichtigt. Die Integration von digitalen Bestell-, Lagerhaltungs-, Bezahl- und Warenwirtschaftssystemen sowie deren Vernetzung ist hier integriert. Ebenso werden Verkaufsszenarien des kleinflächigen Lebensmitteleinzelhandels abgebildet.
Das Mobile Learning Lab bietet ein voll videografierbares Klassenzimmer mit mobilen Endgeräten (z.B. Tablets, Notebooks, Smartboards, VR/AR) und flexiblem Mobiliar welches evidenzbasierte Entwicklung, praktische Erprobung und Evaluation innovativer, digitaler Lehr-Lernformate ermöglicht.