Tipps für die Praxis

Sinnvolle Elternbeteiligung kann sich auf die Leistungen aller Schüler*innen unabhängig von sozioökonomischem Status oder Sprachkenntnissen der Eltern positiv auswirken. Das haben wir in unserer Forschungssynthese zur Elternbeteiligung im schulischen Kontext zeigen können. Hier finden sie kurz und knapp, welche Punkte Lehrkräfte und Schulleitungen konkret anstoßen können.

  • Schulen können das Bewusstsein der Eltern schärfen, dass ihre Beteiligung den Schulerfolg ihrer Kinder fördert.
  • Lehrkräfte können Eltern unterstützen, ambitionierte und zugleich erreichbare Bildungserwartungen gegenüber ihren Kindern zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen können sie die Eltern detailliert über mögliche Bildungsziele und Berufswege aufklären.
  • Sprachliche und kulturelle Hürden sowie Vorurteile von Lehrkräften können Eltern mit Migrationshintergrund manche Formen der Beteiligung erschweren. Schulen können Lehrkräfte deshalb im Umgang mit Eltern weiterbilden, die anderen sozioökonomischen Statusgruppen angehören als sie selbst oder aus anderen Kulturkreisen stammen.
  • Damit Eltern ihre Kinder bei Hausaufgaben und Lernstrategien auf eine wirksame Weise unterstützen können, können Schulen sie sowohl individuell beraten als auch Kurse zu diesem Thema anbieten.
  • Lehrkräfte können Eltern gezielt auf die Mitarbeit in Entscheidungsgremien ansprechen. Eltern sollten regelmäßig Gelegenheiten haben, sich trotz Sprachbarrieren an Schulveranstaltungen zu beteiligen.

Ausführlichere Informationen inklusive Beispielen, wie Elternbeteiligung gelingen kann, finden Sie in unserem speziell auf die schulische Praxis ausgerichteten Themenheft Elternbeteiligung im schulischen Kontext.