Elternbeteiligung

Die Corona-Pandemie und das damit verbundene Home-Schooling haben die Bedeutung der Eltern für den schulischen Erfolg ihrer Kinder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Aber auch unabhängig davon zeigen Studien, dass der familiäre Hintergrund von Schüler*innen sich unmittelbar auf ihre Leistungen auswirken kann. So spielen der sozioökonomische und der Bildungshintergrund der Eltern ebenso eine Rolle wie Sprachbarrieren.

Wir haben uns die Frage gestellt: Kann durch Förderung von Elternbeteiligung Bildungsungleichheit abgebaut werden? Und wie sieht sinnvolle Elternbeteiligung aus?

Dazu haben wir in der bislang umfangreichsten Forschungssynthese zur Beteiligung der Eltern in der Schulzeit ihrer Kinder 18 Metastudien ausgewertet, die wiederum 1690 einzelne Studien ausgewertet hatten. Hier können sie einsehen, wie wir dabei vorgegangen sind.

Herausgefunden haben wir, dass Motivation und ein geeigneter Arbeitsplatz die Schüler*innen positiv auf die Leistung der Schüler*innen wirken, dass Hausaufgabenbetreuung nicht in Kontrolle ausarten sollte und dass der kontinuierliche Dialog zwischen Schule, Lehrkräften und allen Eltern unabhängig von sozioökonomischem Status oder Sprachbarrieren essentiell zu einer Verbesserung der Schulleistungen Ihrer Kinder beitragen kann. Damit kann Elternbeteiligung auch zum Abbau von Bildungsungleichheit beitragen.

Zur Umsetzung von sinnvoller Elternbeteiligung haben wir konkrete praktische Tipps für Lehrkräfte und die schulische Praxis herausgearbeitet. Außerdem haben wir unsere Forschung in unserem Themenheft Elternbeteiligung im schulischen Kontext – Potenzial zur Förderung des schulischen Erfolgs von Schüler*innen speziell für die schulische Praxis aufgearbeitet. Hier finden Sie Hintergrundinformationen, aktuelle Forschungserkenntnisse sowie Best-Practice-Beispiele und ausführlichere Anregungen für die schulische Praxis.