anticache

Die TUM prämiert auf der 15. Schülerkonferenz die besten Seminararbeiten

06.12.2017


Die Sieger und die Jury der 15. Schülerkonferenz

Den ersten Preis der 15. Schülerkonferenz der Technischen Universität München erzielte die Schülerin Hannah Schimpfößl vom Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien für ihre experimentellen Untersuchungen an einem selbst gebauten Modell eines Passivhauses. Dabei wurden sowohl die Wärmedämmung als auch die „Heizung“ durch die Bewohner des Hauses und ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung berücksichtigt. Die Arbeit beeindruckte durch die saubere Planung und Auswertung der Untersuchungsergebnisse. Zudem handelt es sich um ein Thema mit praktischer Anwendung.

Den zweiten Platz konnte sich Hannes Pravida vom Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim mit seiner Seminararbeit zur Schallabsorption granularer Materialien sichern. Der Schüler lieferte ein faszinierendes Beispiel für angewandte Physik. Durch den Einsatz eines geschickten Experimentaufbaus konnte er die Ergebnisse physikalisch erklären und Möglichkeiten für weitere Experimente und Anwendungen zeigen. Besonders beeindruckt hat die Jury die wissenschaftliche Herangehensweise.

Nadja Bramkamp gen. Beckmann vom Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching präsentierte auf sehr souveräne Weise in ihrer mit dem 3. Preis prämierten Arbeit die mathematische Seite des RSA-Verfahrens, einem verbreiteten Verfahren zur Verschlüsselung von Daten. Sie hat sich in ihrer Arbeit mit den mathematischen Grundlagen des von Rivest, Shamir und Adleman entwickelten Public-Key-Kryptosystems befasst, das bei Chipkarten verwendet wird, bei denen die Rechenkapazität beschränkt ist. Die Jury zeigte sich beeindruckt davon, wie die Schülerin die kryptographische Sicherheit des Verfahrens in Abhängigkeit von der Schlüssellänge durch Verwendung eines auf dem sog. Chinesischen Restsatz basierenden mathematischen Verfahrens anschaulich darstellte.

Bei den Posterpräsentationen wurde die Arbeit von Nicholas Leister vom Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting ausgezeichnet. Der Kollegiat hatte die instrumentelle Neutronenaktivierungsanalyse am FRM II in Garching genutzt, um Meteoriten unterschiedlichen Ursprungs auf ihre elementare Zusammensetzung hin zu untersuchen. Dabei zeigte der Mondmeteorit als einzige Probe große Übereinstimmung mit Vorkommen der Seltenen Erden auf der Erde. Der Befund passt damit in das gängige Modell der Entstehung des Mondes durch die Kollision eines Protoplaneten mit der Erde.

Die Schülerkonferenz fand am 1. Dezember 2017 im Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching statt.

Insgesamt konnten 25 Arbeiten als Vorträge und als Poster präsentiert werden. Vorgestellt wurden Seminararbeiten von besonders interessierten Schülerinnen und Schülern aus den Partnerschulen der TUM. Der wissenschaftliche Nachwuchs hatte die Gelegenheit, die eigenen Arbeiten öffentlich zu präsentieren, sich untereinander und mit Wissenschaftlern auszutauschen und erste Kontakte für das Studium zu knüpfen.

Ausgewählt und prämiert werden die von den Schulen vorgeschlagenen Vorträge von der Jury, die aus Wissenschaftlern der TUM und einer ehemaligen Siegerin und jetzt Studierenden der TUM besteht. Kriterien für die Auswahl sind eine interessante Aufgabenstellung, die Schwerpunktsetzung auf Experimente, eigenständige Untersuchungen oder Konstruktionen sowie der kritische Umgang mit den Ergebnissen aus Recherchen, Studien und Untersuchungen. Alle Teilnehmenden erhielten einen originellen Flaschenöffner mit dem Logo der TUM Schülerkonferenz und eine von allen Juroren unterschriebene Teilnehmerurkunde. Den Ausgezeichneten überreichten Mitglieder der Jury wertvolle Buchpreise.