Masterstudiengang Berufliche Bildung Integriert

Der Masterstudiengang Berufliche Bildung Integriert verbindet die erste und zweite Phase der Lehrerbildung für berufliche Schulen in den ausgewählten Fachrichtungen Metalltechnik sowie Elektro- und Informationstechnik. Die Ausbildungsinhalte der drei Jahre, die bisher klar einer universitären und postuniversitären Phase zugeordnet waren, werden in diesem Konzept eng aufeinander abgestimmt und häufig lernortübergreifend angeboten – auch von beiden Bildungspartnern gemeinsam. Daraus resultieren eine optimierte Theorie-Praxis-Verzahnung sowie ein Qualitätsgewinn in der Lehre. Phasenübergreifende Redundanzen und Mängel in der Anschlussfähigkeit lassen sich vermeiden. Die Ausbildungszeit für das Lehramt an Beruflichen Schulen kann dadurch verkürzt werden, ohne dass qualitative Einschränkungen hinzunehmen sind. Zum Wintersemester 2016/17 startete die erste Kohorte im Masterstudiengang Berufliche Bildung Integriert, welche zum Ende des Sommersemesters 2019 das Studium erfolgreich abgeschlossen hat. Zum Wintersemester 2019/20 startete bereits die 4. Kohorte den Studiengang. Weitere Informationen zum Masterstudiengang.

Erschließung neuer Zielgruppen für das Lehramt an beruflichen Schulen

Durch die kürzere Ausbildungszeit und die Anrechnung eines einschlägigen Bachelor-Studiums gewinnt dieser Ausbildungsweg an Attraktivität für eine bisher kaum erreichte Zielgruppe: Es sollen Bachelor-Absolventen mit einem klaren, einschlägigen fachlichen Profil und mit pädagogischem Potential für eine gezielte und effiziente professionsspezifische Qualifizierung für das Lehramt an beruflichen Schulen in den Fachrichtungen Metalltechnik und Elektro- und Informationstechnik gewonnen werden. Der Studiengang leistet damit einen Beitrag, um dem seit Jahren hohen Mangel an Lehrkräften in den beiden beruflichen Fachrichtungen zu begegnen.

Impulse für die Lehrerbildung

Der Masterstudiengang Berufliche Bildung Integriert verknüpft die universitäre Phase der beruflichen Lehrerbildung mit der schulpraktischen Ausbildung im Vorbereitungsdienst, um curriculare und strukturelle Optimierungsmöglichkeiten auszuloten. Die Akteure beider Lernorte stimmen die theoretischen Ausbildungsinhalte inhaltlich und zeitlich mit den Praxisphasen im Vorbereitungsdienst ab. Daraus hervorgehende Ergebnisse zu den Kompetenzen von angehenden Lehrkräften sowie deren lernwirksamer Vermittlung und Bewertung können in die Weiterentwicklung der Ausbildung von Lehrkräften an Universitäten und im Vorbereitungsdienst einfließen.

Evaluation und Begleitforschung

Projektbegleitend werden Forschungsarbeiten zur professionsbezogenen Entwicklung der Studierenden sowie Evaluationsstudien zur Passung des Studiengangdesign umgesetzt. Auf der Grundlage vorliegender Modelle und Befunde zur Professionalisierung von Lehrkräften wurde ein Kompetenzmodell für die adressierte Zielgruppe entwickelt. Anhand einer Multi-Kohorten-Längsschnittstudie werden relevante Indikatoren hinsichtlich der Kompetenzentwicklung der Studierenden erfasst.