Themen

Aktuell mögliche Themen für Abschlussarbeiten finden Sie in der folgenden Auflistung. Diese Liste ist nicht vollständig und sollte Sie nicht davon abhalten, eigene Ideen zu entwickeln. Wenn Sie ein spannendes Thema wissen, kontaktieren Sie uns gerne!



Lehramt mit Unterrichtsfach Mathematik (Masterarbeit)

Conceptual Change in der Mathematikdidaktik

Lernen bedeutet nicht nur die Erweiterung vorhandener Wissensstrukturen, sondern mitunter auch die Veränderung bestehender Konzepte und Vorstellungen. Dieses Phänomen wird in der Theorie des Conceptual Change beschrieben. Ein Beispiel beim Lernen von Mathematik ist der Übergang von den natürlichen Zahlen zu den Brüchen. Schülerinnen und Schüler müssen dabei zahlreiche gewohnte Vorstellungen über Zahlen (z. B. „Multiplikation macht eine Zahl stets größer“) verändern. An vielen weiteren Stellen des Mathematiklernens tauchen solche Vorstellungsumbrüche auf, sie sind aber bislang kaum systematisch beschrieben. In dieser theoretischen Arbeit soll anhand der (auch englischsprachigen) Literatur ein Überblick über Annahmen und Implikationen der Conceptual Change Theorie im Bereich Mathematik gegeben werden. Ferner soll ein Überblick über Stellen des mathematischen Curriculums gegeben werden, an denen Vorstellungsumbrüche notwendig sind.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Obersteiner
 



Lehramt mit Unterrichtsfach Mathematik (Masterarbeit)

Darstellungen von Brüchen – eine Schulbuchanalyse

Brüche haben unterschiedliche Aspekte und können in unterschiedlichen Weisen ikonisch dargestellt werden. In dieser Arbeit sollen Schulbücher systematisch nach den verwendeten Darstellungsformen untersucht werden. Von besonderem Interesse ist dabei die Unterscheidung zwischen diskreten Darstellungen (beispielsweise 3/5 als fünf Kreisteile, von denen drei markiert sind) und analogen Darstellungen, bei denen keine zählbaren Teile erkennbar sind (z. B. 3/5 Liter Wasser in einem 1l-Gefäß ohne Markierungen). Auf der Basis der Analyse sowie der vorhandenen Literatur sollen Implikationen für Lerngelegenheiten der Schülerinnen und Schüler abgeleitet werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Obersteiner
 



Lehramt mit Unterrichtsfach Mathematik (Masterarbeit)

Prozessmaße zur Analyse digitaler Lernumgebungen in der Mathematikdidaktik

Digitale Lernumgebungen bieten nicht nur die Möglichkeit, Lernergebnisse zu messen, sondern haben zusätzlich das Potential, Erkenntnisse über den Prozess des Lernens zu generieren. Variablen, die hierzu genutzt werden, werden häufig als Prozessmaße bezeichnet (z.B. Time on Task). Es gibt mittlerweile auch Versuche, dieses Potential in der Mathematikdidaktik zu nutzen (siehe z.B. ALICE Projekt). In dieser Arbeit soll zunächst ein Überblick über die verschiedenen digitalen Lernumgebungen innerhalb der mathematikdidaktischen Forschung gegeben werden, in denen Prozessmaße genutzt wurden. Ferner sollen diese Prozessmaße konkret beschrieben und analysiert werden.

Ansprechpartner: Christian Schons

 


Lehramt mit Unterrichtsfach Mathematik (Masterarbeit)

Diagnostizieren anhand schriftlicher Aufgabenlösungen in Mathematik

Diagnostizieren gehört zu den wichtigen professionellen Kompetenzen von Lehrkräften, was beispielsweise auch durch die Kultusministerkonferenz bekräftigt wird. Im Fach Mathematik nehmen Aufgaben eine bedeutende Rolle in der Unterrichtsgestaltung ein und eignen sich gut, um die mathematischen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern einzuschätzen. In dieser Arbeit soll zunächst das Diagnostizieren von Mathematiklehrkräften anhand schriftlicher Aufgabenlösungen theoretisch in das Forschungsfeld „Diagnosekompetenzen von Lehrkräften“ eingeordnet werden und der Forschungsstand zur Rolle des sogenannten Aufgabenpotentials dargelegt werden. Anschließend soll ein Schema zum Kodieren von Aufgabenpotential entwickelt werden, was am Beispiel von VERA-Aufgaben aus den Bereichen „Zahlen und Operationen“ sowie „Muster und Strukturen“ angewendet werden soll.

Ansprechpartner: Christian Schons