Inklusionsforschung im internationalen Vergleich Deutschland-Österreich

Weltweit entwickeln sich Schuleinrichtungen zu inklusiven Systemen. Basierend auf international gültigen Vorgaben und länderspezifischen gesetzlichen Regelungen implementieren Bildungseinrichtungen inklusionsorientierte Lehrveranstaltungen in die Lehrer*innenbildung. Aufbauend auf der internationalen Untersuchung 2015-2016 in Manitoba (Kanada) und Bayern (Deutschland) wurde das Forschungsinstrument zu Einstellungen, Erfahrungen und Selbstwirksamkeit im Hinblick auf Inklusion 2018-2019 in Österreich an Pädagogischen Hochschulen und in Bayern am Studienseminar für das Lehramt an beruflichen Schulen validiert. Die verschiedenen Ansätze bei der Implementierung einer inklusiven Lehrkräftebildung für berufliche Schulen werfen die Fragen der Vergleichbarkeit der Länder auf. Ziel der aktuellen Studie ist es, die Ausbildung der Lehrkräfte mit dem Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Einstellungen, Erfahrungen und Selbstwirksamkeit gegenüber Inklusion zu untersuchen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für 2020 geplant.

Literatur: www.edu.tum.de/fdeh/publikationen/

Forschungsbeitrag ISEC

Dr. Susanne Miesera ist mit Prof. Dr. Jacqueline Specht und Prof. Dr. Donna McGhie-Richmond auf der internationalen Tagung " Inclusive and Supportive Education Conference (ISEC) vom 3. bis 5. August in London vertreten. Vorgestellt werden die Forschungsergebnisse einer internationalen Kooperation mit den kanadischen Universitäten; Western University London (Prof. Dr. Jacqueline Specht) und University of Victoria, Vancouver Island (Prof. Dr. Donna McGhie-Richmond), die sich mit Überzeugungen von angehenden Lehrkräften zu inklusivem Unterrichten im internationalen Vergleich befasst. Eine qualitative Untersuchung mit concept maps, stellt die Erfahrungen angehender Lehrkräfte vor, die zur Entwicklung der Unterrichtspraxis von Lehrkräften am Ende ihrer jeweiligen Lehrerausbildungsprogramme in Deutschland und Kanada beigetragen haben.

Forschungsbeitrag auf der internationalen Bildungskonferenz, ECER

Die beiden Forscherinnen Dr. Susanne Miesera und Patrizia Weidenhiller sind auf der internationalen Tagung "European Conference on Educational Research“ (ECER) vom 2. bis zum 6. September 2019 in Hamburg mit zwei Voträgen vertreten. Vorgestellt wird zum einen eine Studie in Kooperation mit Prof. Dr. Jacqueline Specht und Prof. Dr. Donna McGhie-Richmond, die sich mit Überzeugungen von angehenden Lehrkräften zu inklusivem Unterrichten im internationalen Vergleich zwischen Deutschland und Kanada befasst. Zum anderen werden die Ergebnisse eines Bundesländervergleichs zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen zu Einstellungen und Selbstwirksamkeitsannahmen im inklusiven Kontext von Studierenden des gymnasialen und beruflichen Lehramts vorgestellt.