Nachqualifizierungsmaßnahme 2019/2021 bzw. 2020/2022

Wie im Dezember 2018 mit KMS zur Gewinnung von Informatiklehrkräften für das neue bayerische Gymnasium angekündigt wurde, werden an fünf Standorten in Bayern Nachqualifikationsmaßnahmen zur Erweiterung der Lehramtsbefähigung für Informatik durchgeführt.

Die Maßnahmen werden in zwei Durchläufen durchgeführt:

und findet jeweils berufsbegleitend statt; Lehrkräfte staatlicher Gymnasien erhalten für die Dauer von zwei Jahren fünf Anrechnungsstunden und können dadurch an einem Tag je Woche vom Unterricht freigestellt werden.

Geplante Durchführung der Nachqualifikation an der Technischen Universität München (TUM):

Die Maßnahme dient der Vorbereitung auf die erste Staatsprüfung im vertieften Unterrichtsfach Informatik (als nachträgliche Erweiterung) nach § 69 LPO I. Außerdem können in diesem Kurs auch die Zulassungsvoraussetzungen für die Staatsprüfung erworben werden. Die Ablegung der Prüfung sollte für den ersten Kurs zum Prüfungstermin Herbst 2021 bzw. für den zweiten Kurs Herbst 2022 erfolgen.

Im Nachqualifikationskurs an der TUM wird eine Mischung aus Präsenzveranstaltungen (in der Regel alle 2 bis 3 Wochen), betreuten Onlinekursen (z. B. MOOCs) sowie ausgewählten Materialien zum Selbststudium angeboten. Die Präsenzveranstaltungen finden nach aktueller Planung vorrangig jeweils am Mittwoch statt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell auf einige organisatorische Details noch nicht eingehen können, da diese erst mit den Teilnehmern gemeinsam entschieden werden.

Wir freuen uns auf zwei intensive gemeinsame Jahre und wünschen allen Teilnehmern bereits jetzt viel Erfolg.

Bei Fragen zur Nachqualifikation wenden Sie sich bitte per E-Mail an nachqualifikation.ddi@edu.tum.de.

Allgemeine Informationen zur Nachqualifikation:

Die Nachqualifikation wird auf Grundlage der § 69 LPO I durchgeführt, da die Teilnehmer nach dem Kurs an der regulären Staatsprüfung für das Lehramt Informatik an Gymnasien teilnehmen werden. Die in der Maßnahme zu behandelnden Themen sind daher durch die inhaltlichen Prüfungsanforderungen vorgegeben und lauten wie folgt:

  1. Grundlegende Kenntnisse aus der Theoretischen Informatik: Automaten, formale Sprachen, Berechenbarkeit, Komplexität.
  2. Vertiefte Kenntnisse aus dem Gebiet Algorithmen und Datenstrukturen.
  3. Vertiefte Kenntnisse aus den Gebieten Datenbanksysteme, Softwaretechnologie.
  4. Fachdidaktische Kenntnisse gemäß § 33.

Bei der Erweiterung mit Informatik sind für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung folgende Leistungen zu erbringen (§ 69 (4) LPO I)

  1. Mindestens 10 Leistungspunkte aus dem Gebiet der Technischen Informatik (Rechnerarchitektur, Rechnernetze, Betriebssysteme),
  2. Die erfolgreiche Teilnahme an einem Praktikum zur planmäßigen Entwicklung eines größeren Softwaresystems.

Beide Voraussetzungen können im Rahmen der Maßnahme erbracht werden.

Die reguläre Staatsprüfung für das Lehramt Informatik an Gymnasien besteht aus den folgenden drei schriftlichen Teilprüfungen:

  1. Theoretische Informatik, Algorithmen und Datenstruktur (Bearbeitungszeit: 4 Stunden)
  2. Datenbanksysteme und Softwaretechnologie (Bearbeitungszeit: 4 Stunden)
  3. Fachdidaktik (Bearbeitungszeit: 3 Stunden)