Programmierzirkus – ein Programmierkurs für die Grundschule

Personen: Peter Hubwieser, Alexandra Funke, Katharina Geldreich

Über das Projekt

Der „Programmierzirkus“ ermöglicht einen spielerischen Einblick in die informatischen Grundkonzepte der Programmierung. Der Kurs richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse und besteht aus insgesamt drei Kurseinheiten. Im Jahr 2016 nahmen bereits 58 Schüler/innen erfolgreich teil, im Jahr 2017 wurde der Kurs mit weiteren 74 Dritt- und Viertklässlern durchgeführt.

Durch eine Kombination verschiedener Lehr- und Arbeitsmethoden erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Konzepte der Programmierung auf verschiedenen Wegen kennenzulernen. Gleichzeitig kommt man auf diese Art und Weise der hohen Variabilität von Schülerleistungen, Lernvoraussetzungen und Lerntypen entgegen, mit der man in der Grundschule zu rechnen hat.

Während des Kurses wird mit haptischen Materialien ohne den Computer gearbeitet, aber auch mit der visuellen Programmierumgebung Scratch. Am Ende des Kurses sollten alle Schülerinnen und Schüler dazu fähig sein, mit der Programmierumgebung Scratch zu arbeiten und algorithmische Kontrollstrukturen in einem eigenen Projekt anzuwenden und zu kombinieren.

Forschungsinhalte

Um das Kurskonzept und die Effektivität des Kurses zu testen, wurden mehrere Kursdurchläufe mit einem Mixed-Methods-Ansatz, einer Kombination verschiedener Methoden, aufgezeichnet. Um die Interaktionen der Kinder untereinander und mit dem Kursleiter sowie das Verhalten der Kinder im Allgemeinen zu untersuchen, wurden die kompletten Kurse mit Videokameras aufgezeichnet. Darüber hinaus wurden auch die Bildschirme der Kinder aufgezeichnet, um deren Umgang mit der Programmierumgebung im Nachhinein analysieren zu können. Es kamen außerdem verschiedene Interview- und Reflexionsmethoden zum Einsatz, um einen Einblick in das Vorwissen der Schüler zu bekommen sowie darüber, welche Vorstellungen sie vom Programmieren haben.

Publikationen