Minimally invasive computer science education

Personen: Marc Berges

Über das Projekt

Die Studienanfänger der Informatik haben in Deutschland sehr unterschiedliche Grundkenntnisse in der Programmierung. Dies führt immer wieder zu Schwierigkeiten in der Ausrichtung der Einführungsveranstaltungen.

An der TU München wird seit dem Wintersemester 2008/2009 nun eine neue Art von Vorkursen angeboten. Jede (r) Teilnehmer(in) programmiert dabei in 2,5 Tagen ein kleines Softwaresystem, z.B. zur Simulation eines Master-Mind Spiels. Als einzige Information bekommen sie vier Arbeitsblätter mit allen wichtigen Informationen zu objektorientierten Konzepten und ihrer Programmierung in Java. Sie arbeiten in Kleingruppen zu je 15 Teilnehmern, wovon jede von einer/einem Tutor(in) betreut wird, die/der jedoch möglichst nur Fragen beantworten soll.

Das Ziel dieser Projekte ist es, den Studienanfängern der Informatik-Studiengänge schon vor der ersten Vorlesung Gelegenheit zu geben, sich praktische Erfahrungen in der Objektorientierten Programmierung anzueignen. So sollen einerseits die großen Unterschiede der Bewerber in dieser Hinsicht ausgeglichen und andererseits die Motivation für den Erwerb theoretischer Kenntnisse verbessert werden.

Forschungsinhalte

Wir erforschen in diesem Zusammenhang, welche Wege die Lerner gehen, wenn man ihnen freie Hand lässt. Es zeigt sich, dass weitaus die meisten Teilnehmer(innen) in der Lage sind, ein solches Programm zu erstellen und zum Laufen zu bekommen

Publikationen

  • Berges, Marc; Hubwieser, Peter (2011): Minimally invasive programming courses: learning OOP with(out) instruction. In: ACM (Hg.): Proceedings of the 42nd ACM technical symposium on Computer science education. New York, NY, USA: ACM (SIGCSE ‘11), S. 87‐92.
  • Berges, M., Hubwieser, P.: Vorkurse in objektorientierter Programmierung: Lösungsansatz für ein Problem der Einführungsveranstaltungen. In: Gesellschaft für Informatik. (ed.) Proceedings of the HDI 2010, Bonn (2010).