Forschungsprojekt „Erweiterte Kompetenzmessung im Gesundheitsbereich“ (EKGe)

Mittelgeber: BMBF
Laufzeit: 2019-2022
Verbundkoordination: Prof. Dr. Eveline Wittmann
Kooperationspartner: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Prof. Dr. Ulrike Weyland); Georg-August-Universität Göttingen ( Prof. Dr. Susan Seeber, Prof. Dr. Matthias Schumann); Universität Hohenheim (Prof. Dr. Julia Warwas)

Beschreibung: Das in der BMBF-Förderinitiative „Technologiebasierte Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung“ neu bewilligte Forschungsprojekt misst interprofessionelle Kooperationskompetenz und berufsfachlich akzentuierte Bewältigungskompetenz und setzt diese im Längsschnitt u.a. mit Prozessdaten zur betrieblichen Ausbildungsqualität in Beziehung. Eine Intervention zur Förderung der Bewältigungskompetenz wird entwickelt und experimentell erprobt.

Kernpublikationen:
Wittmann, E., Weyland, U., Kaspar, R., Döring, O., Hartig, J., Nauerth, A., Rechenbach, S., Möllers, M., Simon, J. & Worofka, I. (2015). Betriebliche Ausbildungsmerkmale und berufsfachliche Handlungskompetenz in der Altenpflege. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 111(3), 359-378.

Kaspar, R., Döring, R., Wittmann, E., Hartig, J., Weyland, U., Nauerth, A., Möllers, M., Rechenbach, S., Simon, J. & Worofka, I. (2016). Competencies in geriatric nursing: empirical evidence from a computer based large scale assessment calibration study. Vocations and Learning, 9(2), 185-206. S

Seeber, S. & Wittmann, E. (2017). Social competence research – A review. In Mulder, M. (Ed.). Handbook: Competence-based vocational and professional education.  Bridging the worlds of work and education. Dordrecht: Springer, 1029-1050.

Wittmann, E., Kaspar, R. & Döring, O. (2017). Berufsfachliche Handlungskompetenz in der unmittelbar klientenbezogenen Pflege: eindimensional oder mehrdimensional? In Weyland, U., Reiber, K. & Weiß, R. (Hrsg.). Entwicklungen in den Gesundheitsberufen. Zugänge der Berufsbildungsforschung. Bielefeld: wbv, 185-204.

 

Hintergrund: Fachkräftemangel und Generalistik in der Pflege

Die Erfassung und Förderung der Kompetenz angehender Pflegekräfte zur Bewältigung belastender Situationen erscheint mit Blick auf die langfristige Sicherung des Berufsverbleibs von Pflegekräften bedeutsam. Sie ist damit für die langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs im Bereich der Pflegeberufe besonders gesellschaftlich virulent.

Ebenso wird in der Pflege der Kompetenz zur eng abgestimmten interprofessionellen Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen eine immer größere Bedeutung zuteil, z.B. angesichts der Multimorbidität älterer Patient*innen und Klient*innen und im Kontext der digitalisierungsbedingten technologischen Integration von Arbeitsabläufen.

Auch die Curricula der generalistischen Pflegeausbildung weisen beiden Kompetenzen erhöhte Bedeutung zu.